Sozialprojekt der Klassen 6c und 7a

Mit einer Fülle von über 40 persönlichen Briefen überraschten die Klassen 6c und 7a die Menschen in den Seniorenheimen in Eschenbach und Auerbach. Ziel war es, in dieser Zeit des Besuchsverbots und der Ausgangssperre Menschen im Seniorenheim eine Freude zu machen und ihnen zu erzählen, welche Veränderungen im Alltag Kinder in dieser Zeit erleben, wie Ferien verbracht wurden, Ostern gefeiert wurde oder wie „Schule daheim“ funktioniert.

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(I.B.)

Elternbrief 17.04.2020

Sehr geehrte Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler,

unser momentaner Stand ist entsprechend der gestrigen Pressekonferenz, dass die Schulen in Bayern mit Ausnahme der Abschlussklassen erst ab dem 11. Mai schrittweise wieder geöffnet werden. Für die Abiturienten in der Q12 beginnt die Schule wieder am 27. April. Bis dahin wird gemäß den Vorgaben des Kultusministeriums (halbe Klassengröße, Abstand, wenig Raumwechsel) ein Konzept entwickelt, über das wir Sie und die betroffenen Schülerinnen und Schüler zeitnah informieren werden. Für alle anderen Schülerinnen und Schülersowie für Sie als Eltern heißt das, dass das Modell „Schule daheim“ noch einige Wochen fortgeführt wird. Wir erwarten, dass wir in den nächsten Tagen genauere Auskunft des Kultusministeriums zu all den Fragen erhalten, auf die auch Sie und Ihre Kinder eine Antwort haben möchten, z.B. wie es sich in diesem Schuljahr mit der Anzahl der Schulaufgaben, Noten, Stoffbeschränkung etc. verhält.

Vor einigen Tagen haben wir vom Kultusministerium die Mitteilung bekommen, dass „bereits gebuchte Schülerfahrten und Schüleraustauschmaßnahmen, die nach dem 19. April 2020 bis zum Ende des Schuljahres 2019/2020 stattfinden würden, aufgrund der dynamischen, nicht abzusehenden Entwicklung grundsätzlich abgesagt oder – sofern möglich – auf das nächste Schuljahr verschoben werden“ sollen. Wir haben mit Ausnahme der Berlinfahrt diesen Schritt bisher nicht unternommen, weil wir auf eine schnellere Normalisierungdes Schulbetriebs gehofft haben und den Schülerinnen und Schülern die noch ausstehenden Fahrten als Belohnung ihrer verantwortungsvollen Mitarbeit bei der Erledigung der Aufgaben nicht nehmen wollen. Jetzt müssen wir aber leider alle noch ausstehenden Fahrten absagen, dies betrifft im Einzelnen:

• das Sozialpraktikum und die Flossenbürg-Fahrt aller 9. Klassen,
• die Lesenacht der Klasse 6c (wurde bereits abgesagt),
• die Berlinfahrt der Q11 (wurde bereits abgesagt),
• die Umwelttage der 6. Klassen,
• die selbst organisierte Fahrt der Klassen 9c und 10b/c nach Salzburg bzw. Dresden,
• die Chor- und Orchestertage und
• die Regensburg-Fahrt der Lateinschüler der 7. Klasse.

Welche weiteren schulischen Veranstaltungen (Theater, Konzert) leider noch betroffen sein können, teile ich Ihnen zeitnah mit.

Seit gestern zeichnet sich nun ab, dass die Schulschließung nicht auf drei Wochen begrenzt war, sondern länger dauern wird. Darüber machen Sie sich als Eltern, aber auch Ihre Kinder und die Lehrkräfte Gedanken. Dazu möchte ich den Lehrkräften wie auch Ihnen als die für die Erziehung der Kinder maßgeblich Verantwortlichen einen kleinen Denkanstoß mit auf den Weg geben:

Was ist, wenn die Kinder in diesem Jahr ein halbes Schuljahr verlieren?
Was ist, wenn sie in diesem Schuljahr weniger Mathe, Englisch, Latein, Französisch lernen?
Was ist, wenn nicht alle Schulaufgaben und Exen geschrieben werden könne?
Wenn die Kinder stattdessen lernen, Verantwortung für ihr Lernen und ihre Aufgaben zu übernehmen,
wenn die Kinder neue Beschäftigungsmöglichkeiten entdecken oder im Haushalt mithelfen,
wenn sie lernen, dass es keinen Unterschied zwischen Menschen und zwischen Ländern gibt,
wenn sie lernen, dass man nur gemeinsam eine Krise bewältigen und überwinden kann,
wenn sie lernen, dass es viel besser ist, zusammen und gesund zu sein, als das neueste Handy zu haben,
vielleicht fehlt uns allen diese Erkenntnis, und wenn die Kinder stattdessen all das lernen,
haben sie vielleicht ein halbes Jahr Schulwissen verloren, aber enorm viel für die Zukunft gewonnen.

Bleiben Sie bitte alle weiterhin gesund und passen Sie gut auf sich und Ihre Mitmenschen auf,

Ihr/Euer Schulleiter Peter Schobert

Alles, was schön ist …

war der Titel eines Klassenprojekts der 5b in den Osterferien. Wer Zeit und Lust hatte, konnte ein Bild von sich mit einem Begriff, was derzeit schön ist oder Spaß macht, schicken. Eine Zusammenstellung ergab dann eine bunte Collage schöner Beschäftigungsmöglichkeiten.

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(I.B.)

Elternbrief 09.04.2020

Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler,

vermutlich erwarten Sie mit diesem Elternbrief von mir Informationen, wie es nach den Osterferien weitergehen wird. Aber ich kann Ihnen derzeit nur ankündigen, dass Sie nächste Woche wieder einen Elternbrief von mir erhalten, wenn wir hoffentlich mehr wissen.

Schon mehrfach habe ich Ihnen versichert, dass nicht erwartet wird, dass die Schülerinnen und Schüler alleine sich den Stoff zu Hause genauso aneignen, als wären sie in der Schule. Wir versuchen, diese Zeit bestmöglich zu gestalten, aber die momentan vermittelten Inhalte werden, sobald wir wieder einen „normalen“ Schulbetrieb aufnehmen können, nochmals aufgegriffen und wiederholt. Lernen ist ein Prozess zwischen Personen, es braucht den Kontakt zu den Mitmenschen. Absolut selbständig eignen sich Kinder Inhalte an, wenn ein hohes Eigeninteresse die Motivation ist, dass dies für schulische Lernhalte eher bedingt gilt, ist auch mir und den Lehrkräften bewusst. Nachdem in den letzten drei Wochen die Kinder sehr viel Zeit mit digitalen Medien verbracht haben, hoffe ich, dass die Ferientage dazu dienen, etwas abzuschalten.

Für unsere fünften und sechsten Klassen haben wir als Angebot ein Spiel- und Spaß-Aufgabenblatt zusammengestellt. Es verstecken sich dahinter keine schulischen Lerninhalte, sondern die Absicht, Freude zu schenken bzw. Ihnen eine Möglichkeit zu geben, auf die Aussage „Mir ist so langweilig“ zu reagieren. Wenn Ihr Kind Spaß daran hat, ist auch eine Erweiterung möglich. Für die Schülerinnen und Schüler ab der Jahrgangsstufe 6 habe ich mit den Lehrkräften auf Wunsch einzelner Eltern vereinbart, dass für die zweite Ferienwoche Übungen auf absolut freiwilliger Basis zur Verfügung gestellt werden können. Freiwillig heißt, dass niemandem ein Nachteil entsteht, wenn die Übungen nicht gemacht werden. Sie würden in Abhängigkeit von der Einschätzung der Fachlehrkräfte am Mittwoch, dem 15.4., zur Verfügung stehen. Für die Jahrgangsstufen 6, 8,9 und 10 wird in der zweiten Ferienwoche eine Anleitung zum 10-Finger-Tastschreiben verschickt, auch dies nur ein Angebot. Die Jahrgangsstufe 7 kann, wenn die Kinder möchten, dazu ihren Mebis-Kurs fortsetzen. Wenn Ihr Kind nach den vergangenen Wochen Abstand von den schulischen Aufgaben benötigt, dann haben die Gesundheit in physischer und psychischer Hinsicht und ein entspanntes Familienklima auf jeden Fall Vorrang.

Für diese Woche möchte ich mit folgenden Gedanken schließen und hoffe bei all den vielen negativen Meldungen derzeit ein wenig positive Gefühle zu vermitteln:

Nicht alles ist abgesagt oder verboten: 
Frühling und Sonne sind nicht abgesagt,
Reden und Zuhören sind nicht abgesagt,
Familie und Freundlichkeit sind nicht abgesagt,
Hobby (daheim) und Garten sind nicht abgesagt,
Lesen und Musik sind nicht abgesagt,
Freundschaft und digitale Kontakte sind nicht abgesagt,
Brettspiele und Filmabende sind nicht abgesagt,
Pause machen und Briefeschreiben sind nicht abgesagt,
Kochen und Werken/ Basteln sind nicht abgesagt,
Gute Laune und Fröhlichkeit sind nicht abgesagt
und so viel Schönes mehr.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, Ihren Kindern und all Ihren Angehörigen ein trotz aller Einschränkungen schönes Osterfest, bleiben Sie alle gesund und behütet und freuen wir uns auf ein glückliches Wiedersehen,

Ihr/ Euer Schulleiter Peter Schobert

Ostergrüße 2020

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien trotz der Situation eine ruhige Osterzeit der Besinnung und Erholung und vor allem Gesundheit!

Während der Osterferien werden keine neuen verbindlichen Arbeitsaufträge verschickt.