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Was kommt nach der Schule? Welcher Studiengang passt zu mir? Ist eine Ausbildung vielleicht der richtige Weg? Und welche Berufe entsprechen meinen Interessen und Stärken? Bei diesen wichtigen Fragen begleiten wir unsere Schülerinnen und Schüler frühzeitig und kontinuierlich.

Die Berufliche Orientierung ist ein fester Bestandteil der gymnasialen Bildung in Bayern. Sie ist als fächerübergreifendes Bildungs- und Erziehungsziel im Lehrplan verankert und soll junge Menschen dazu befähigen, ihre Interessen, Fähigkeiten und persönlichen Stärken zunehmend realistisch einzuschätzen und auf dieser Grundlage eine reflektierte Entscheidung über ihren weiteren Bildungs- und Berufsweg zu treffen.

Besondere Schwerpunkte setzt das neunjährige Gymnasium dabei in mehreren Jahrgangsstufen: Im Modul zur beruflichen Orientierung in Jahrgangsstufe 9 stehen die Erkundung eigener Stärken und Interessen sowie unterschiedliche Berufsfelder und Ausbildungswege im Mittelpunkt. Das P-Seminar in Jahrgangsstufe 11 verbindet die Arbeit an einem konkreten Projekt mit Einblicken in die Berufs- und Arbeitswelt. Die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern dabei, berufliche Tätigkeitsfelder unmittelbar kennenzulernen und eigene Vorstellungen zu überprüfen.

In den Jahrgangsstufen 12 und 13 wird dieser Prozess im Aufbaumodul zur beruflichen Orientierung fortgeführt. Fünf Projekttage widmen sich den Bereichen Selbsterkundung, Berufserkundung, Studienerkundung, Bewerbung und Reflexion. Ziel ist es, dass unsere Schülerinnen und Schüler bis zum Ende ihrer Schulzeit eine fundierte Vorstellung von ihrem persönlichen Weg nach dem Abitur entwickeln.

Von besonderer Bedeutung ist für uns der direkte Kontakt zur beruflichen Praxis. Unsere Schule arbeitet deshalb sehr eng mit zahlreichen Unternehmen und Institutionen aus der Region zusammen. Ein besonderer Höhepunkt sind unsere regelmäßig stattfindenden großen Informationsabende zur Studien- und Berufsorientierung für die Jahrgangsstufen 9 bis 13.

Bis zu 30 Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen, Universitäten und Hochschulen, Kliniken sowie öffentlichen Einrichtungen kommen dabei an unsere Schule. In persönlichen Gesprächen erhalten die Jugendlichen Informationen aus erster Hand, können Fragen stellen, Berufsfelder kennenlernen und Kontakte für Praktika, Ausbildung oder Studium knüpfen.

Eine besondere Rolle spielen dabei unsere ehemaligen Schülerinnen und Schüler. Viele von ihnen kehren für diese Veranstaltungen gerne an ihre frühere Schule zurück und berichten von ihrem Studium, ihrer Ausbildung und ihrem beruflichen Werdegang. Gerade dieser Austausch ist für unsere Schülerinnen und Schüler besonders wertvoll: Ehemalige können authentisch von ihren Erfahrungen erzählen, unterschiedliche Wege nach dem Abitur aufzeigen und deutlich machen, dass berufliche Orientierung nicht immer geradlinig verlaufen muss.

So verstehen wir Berufliche Orientierung nicht als einzelne Veranstaltung kurz vor dem Abitur, sondern als mehrjährigen Entwicklungsprozess. Unterricht, schulische Angebote und persönliche Begegnungen mit Menschen aus Studium und Beruf greifen ineinander. Unser Ziel ist es, unseren Schülerinnen und Schülern Orientierung zu geben, ihnen vielfältige Möglichkeiten aufzuzeigen und sie darin zu unterstützen, selbstbewusst und gut informiert ihren eigenen Weg zu wählen.